Dankbares Denken

Ich habe heute Kopfschmerzen. Die Tablette will nicht wirken. In meinem Kopf entstehen laufend neue To-Do-Listen. Immerhin ist morgen Silvester und wir bekommen Besuch. Müssen wir noch was posten heute? Der Plan sagt: Dankbarkeit. Na klasse.

Wir Deutschen sind Weltmeister im Meckern. Das Wetter ist zu schlecht, die Lebensmittel sind zu teuer, die Nachbarn zu laut und die Hecke ist zu hoch. In den USA gibt es sogar einen Feiertag nur zum Dankbarsein. Bei uns ist das leider irgendwie nicht so verwurzelt.

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Dabei ist Dankbarkeit eine wundervolle Lebenseinstellung. Viel zu oft bleiben unsere Gedanken und Erinnerung an den negativen Ereignissen eines Jahres kleben. So oft liest und hört man zum Jahresende: „Endlich ist das Jahr vorbei! Das nächste kann nur besser werden!“ Natürlich gibt es Zeiten, die schwer für uns sind. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass diese Zeiten die schönen Erlebnisse und Momente überschatten. Vielmehr sollten wir unsere Konzentration auf die Dinge lenken, für die wir dankbar sein können. Das sind manchmal profane Dinge wie ein Dach über dem Kopf oder das leckere Frühstück. Aber auch die Punkte in unserem Leben, die uns eigentlich wirklich glücklich machen, werden oft ausgeblendet. Sind dabei Gesundheit, Freunde und Familie nicht der schönste Grund dankbar zu sein? Wir dürfen nicht zulassen, dass wir diese Faktoren als selbstverständlich hinnehmen und erst dann bemerken, dass sie unser Glück waren, wenn wir krank und alleine sind. Zeige deinen Lieben, dass du ihnen dankbar bist. Jeden Tag. Mache dir bewusst, dass du jeden Grund zum Grinsen hast. Mache Dankbarkeit zu deiner Grundeinstellung. Du wirst sehen: Selbst, wenn dir alles über den Kopf wächst, es dir schlecht geht und du nicht mehr weiterweißt, wird dir Dankbarkeit helfen alles richtig einzuordnen und deine Prioritäten korrekt zu setzen. Dankbarkeit ist keineswegs gleichzusetzen mit Zufriedenheit. Sie sollte dich nicht dazu verleiten dich nicht weiterentwickeln zu wollen, ganz im Gegenteil. Durch dankbare Gedanken kannst du neue Kraft schöpfen, um weiter an dir und deinen Zielen zu arbeiten. Frei nach dem Motto: Sei immer dankbar und niemals zufrieden.

Ein kleines, sehr wirkungsvolles Werkzeug, um deine Dankbarkeit „zu trainieren“ ist ein 5 Minute Journal- ein kurzes Tagebuch, in dem du dir jeweils morgens und abends folgende Fragen stellst und mindestens 3 Antworten findest:

Morgens:

  1. Wofür bin ich dankbar?
  2. Was erwarte ich von dem Tag?
  3. Wie mache ich das Beste aus dem Tag?

Abends:

  1. Was ist heute gut gelaufen?
  2. Wie könnte ich meinen Tag verbessern?

Mir hilft dieses kleine Tagebuch sehr, mich auf das Wesentliche zu Konzentrieren und das Positive in die Mitte meiner Gedanken zu stellen. Es ist nicht immer leicht, aber es klappt jeden Tag.

Ein persisches Sprichwort lautet:

Ärgere dich nicht, dass der Rosenstrauch Dornen trägt,
sondern freue dich darüber, dass der Dornenstrauch Rosen trägt.

Ich wünsche dir, dass dieses Sprichwort dich aus dem Jahr hinausträgt und über das neue Jahr begleitet.

Deine Geli

 

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