Wieso es keine Ausreden gibt ab sofort gesund zu leben!

Ich finde es immer erstaunlich, wie oft sich Freunde, Bekannte, Familie und Kollegen darüber beschweren, dass es ihnen nicht gut geht. Sie fühlen sich zu dick, haben Magenprobleme, Hautunreinheiten, fühlen sich schlapp und sind oft erkältet.

Ich möchte Personen, die sich nicht gut fühlen helfen sich besser zu fühlen. Deswegen bin ich schnell dabei mit Ratschlägen und Tipps für eine bessere, gesunde Ernährung. Denn für mich steht fest: Die meisten Problemchen entstehen durch die falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

Die wenigsten Zuhörer nehmen sich dann aber zu Herzen, was ich ihnen empfehle. Sie haben 100 Gründe parat, warum sie sich nicht mehr bewegen können und wieso sie weiterhin fettiges, schnelles Essen zu sich nehmen.

Dabei handelt es sich immer nur um Ausreden. Dass Ausreden nie der Realität entsprechen, möchte ich dir heute deutlich machen. Denn es gibt keinen- wirklich keinen- Grund, wieso du deine Ernährung nicht umstellen kannst.

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Ich habe keine Zeit zum Kochen und mich zu bewegen.

Gesund kochen heißt nicht stundenlang vor dem Herd zu stehen. Ein Salat oder gedünstetes Gemüse ist genauso schnell zubereitet wie ein Fertiggericht. 90% aller Rezepte, die ich dir hier vorstelle, sind in ca. 30 Minuten auf dem Teller. Ich stehe abends immer vor dem Herd und unter der Woche nie länger als 40 Minuten. Dabei bereite ich immer größere Mengen zu, die ich zum nächsten Lunch so oder mit einer anderen Beilage noch einmal essen kann. Wer nicht jeden Tag in der Küche stehen möchte, kann für eine ganze Woche vorkochen. Wem das zu eintönig ist, kocht abwandelbare Gerichte. Eine Tomaten-Gemüse-Soße zum Beispiel kann man mit Nudeln, Reis, Hähnchen, als Auflauf, als Suppe, zu Tofu und mit Brot servieren.

Die Zeitrechnung geht auch nicht ganz auf. Denn zum Unwohlsein oder Krankwerden hast du definitiv noch weniger Zeit als zum Kochen. Überlege lieber, welche Aktivitäten dir wirklich Zeit rauben. Wie lange putzt du die Wohnung? Dein Auto? Wie viel Zeit verwendest du fürs Fernsehen? Wie viel Zeit frisst dein Hobby? Deinem Körper möchtest du keine halbe Stunde am Tag widmen? Das ist unvernünftig und wird sich früher oder später rächen.

Ich habe Knieprobleme, ich kann keinen Sport treiben.

Niemand erwartet von dir, dass du dir nach jahrelangem Nichtsporteln eine Langhantelstange in den Nacken legst und drei Mal die Woche schwere Kniebeugen machst. Wenn du Knieprobleme hast, solltest du vom Arzt klären lassen, woran das liegt. Vielleicht verschreibt er dir Krankengymnastik. Vielleicht empfiehlt er dir Muskelaufbau am Knie. Hast du das Okay von deinem Arzt, fang langsam an Muskeln aufzubauen- mit wenig Gewicht aber regelmäßig. Geh nicht direkt joggen, sondern mache jeden Tag einen kleinen Spaziergang. Nimm wieder die Treppe statt den Aufzug und versuche mehr Bewegung in den Büroalltag einzubauen. Nach und nach werden die Schmerzen dann vielleicht weniger und du kannst dein Training intensivieren.

Vor ein paar Jahren plagten mich selbst so starke Knieschmerzen, dass ich kaum laufen konnte. Nach ein paar Stunden sitzen, hatte ich so einen Druck auf dem Knie, dass ich hätte heulen können vor Schmerz. Die Diagnose des Orthopäden: Arthrose im Knie. Mit 20. Ich bekam Krankengymnastik, Akkupunktur und einige aufwendige Untersuchungen verschrieben. Das verbesserte die Probleme. Wirklich verschwunden sind die Beschwerden aber erst mit dem regelmäßigen Sport. Heute presse ich auf der Beinpresse 80 kg, kann wieder joggen gehen und merke mein Knie nur, wenn ich mich lange nicht bewegt habe. Also kannst du das auch schaffen. Warte nicht so lange bis du deinen Körper zu sehr geschädigt hast.

 

Ich kann nicht kochen.

Die Nr.1-Ausrede. Oft wird Kochen dargestellt als sei es eine Kunst oder eine Begabung. Aber es gibt im Internet und im Buchhandel so viele tolle, einfache Rezepte mit Schritt-für-Schritt-anleitungen, dass jeder, wirklich jeder kochen lernen kann. Kochen ist keine Begabung, es ist Übung. Natürlich gibt es Menschen, die eine größere Neigung zum Abschmecken, Kombinieren und Anrichten besitzen. Aber hier geht es nicht um den 1. Preis in Foodfotos sondern um eine gesunde Ernährung- und dafür zu kochen bekommt jeder hin. Natürlich ist es mehr Arbeit sich eine Mahlzeit zu kochen als einen Cheeseburger im Drivein zu bestellen. Aber nichts im Leben bekommst du ohne einen gewissen Grad an Anstrengung.

Wer weiß- vielleicht entdeckst du sogar wie ich deine Liebe dazu Mahlzeiten zuzubereiten, die Verschmelzung der einzelnen Aromen und die Veränderung der Lebensmittel in Topf und Pfanne zu erleben. healthy-people-woman-girl

Gesundes Essen ist viel teurer.

Diese Rechnung geht wenn, dann nur sehr kurzfristig auf. Okay, eine Packung Weizennudeln ist billiger als ein Paket Dinkelvollkornnudeln. Und ja- Backcamembert kostet nicht so viel wie ordentliches Hähnchenfilet oder Bio Tofu. Aber das, was du vielleicht durch eine ungesunde Ernährung sparst, gibst du in gar nicht allzu ferner Zukunft mehrfach wieder aus. Für Medikamente, Arztbesuche, Untersuchungen, Hautpflegemittel, neue Kleidung. Wir geben Geld für Markenklamotten, Deko und Fernsehen aus. Aber Geld für unseren Körper haben wir nicht übrig?

Außerdem leidet deine Arbeitskraft unter schlechter Ernährung. Wenn du fit bist, kannst du mehr leisten und wirst eher befördert als der Kollege, der ständig krank zu Hause bleibt. Wenn du selbständig arbeitest, merkst du die Auswirkungen noch stärker: Ohne Arbeitsantrieb bekommst du kein Geld.

Aber ist es wirklich auch kurzfristig teurer sich vor allem pflanzlich und vollwertig zu ernähren? Ich sage nein. Gemüse ist nicht teurer als Fastfood. Seit wir uns ausgewogener ernähren, geben wir nicht mehr Geld für Lebensmittel aus als vorher. Wir planen genauerer, kaufen weniger nach Lust und Laune und sparen damit vor allem auch an teurem Süßkram. Da Fleisch nur noch selten auf unserem Speiseplan steht, gönnen wir uns hochwertigere Produkte. Und ganz ehrlich: Der Geschmacksunterschied und das Lebensgefühl (sowohl körperlich als auch mental) machen den Aufpreis allemal wett.

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Ich habe momentan so viel um die Ohren, da stehen Ernährung und Sport hinten an.

Wenn du so denkst, begibst du dich in eine gefährliche Spirale. Du darfst deine Gesundheit niemals hinten anstellen. Niemand wird dir das danken, dein Chef nicht, deine Familie nicht und dein Körper schon gar nicht. Nur wenn du gesund bist, bist du den Herausforderungen des Alltags gewappnet. Wenn du dich ausgewogen ernährst, kannst du Probleme besser lösen. Dein Hirn arbeitet zuverlässiger. Dein Körper behindert dich nicht mit Magenproblemen oder dauernden Kopfschmerzen. Dein Bewegungsapparat lässt dich nicht im Stich. Starke, gut ernährte Menschen sind schwerer zu töten. Das heißt auch, dass sie seltener krank werden. Sei smart, stell deine Ernährung und deinen Körper ganz oben auf die Prioritätenliste. Echte Probleme hast du nur, wenn es um deine Existenz geht. Und die beginnt bei deiner Gesundheit.

Wenn du nicht auf dich achtest, wachsen dir die Probleme über den Kopf. Das heißt: Sorge dich um deine körperliche und geistige Gesundheit. Danach kannst du die restlichen Probleme bewältigen.

Ich brauche das jetzt einfach!

Wenn wir uns mit zu vielen ungesunden Fetten und schnellen Kohlenhydraten ernähren, bekommen wir schnell Heißhunger auf Süßes und Ungesundes. Der Körper signalisiert uns: Gib mir mehr davon, ich will das jetzt! Aber Industriezucker und Transfette kann unser Körper überhaupt nicht gebrauchen. Wenn wir anfangen unserem Körper das zu geben, was er wirklich braucht, schickt er uns auch wieder die richtigen Signale, um ihn richtig zu versorgen. Wir müssen nicht immer auf Süßigkeiten verzichten. Aber wir sollten dafür sorgen, dass wir Hirn und Körper grundsätzlich mit den richtigen Fetten und langkettigen Kohlenhydraten und vor allem auch mit genügend Eiweiß versorgen. Das brauchen wir nämlich wirklich und davon bekommen wir echten Trost, wirklich gestärkte Nerven und dauerhaft bessere Laune. Also statt Schokolade tut es eine Portion Studentenfutter. Wer Schokolade liebt, greift zu Produkten mit hohem Kakaogehalt und möglichst wenig Industriezucker zurück. Am Anfang ist es schwer nein zu sagen. Aber wenn du einmal erlebt hast, wie gut dein Körper ohne diese Stoffe auskommt, möchtest du das Gefühl halten, das versichere ich dir.

Gesundes Essen schmeckt nicht.

Wer gesundes Essen nicht probiert, weiß natürlich auch nicht wie lecker es sein kann. Klar: Trockener Reis, Huhn und Broccoli sind nicht sonderlich lecker. Aber für ein Thaicurry mit Kokosmilch, viel Gemüse, Bio-Huhn und Naturreis würde ich jedes frittierte Schnitzel links liegen lassen.

Gesundes Essen muss nicht langweilig sein. Im Gegenteil: Es gibt so viele verschiedene Gemüsearten und spannende Alternativen zu herkömmlicher Pasta oder Weizen, dass man jeden Tag etwas Neues ausprobieren kann. Wer beginnt sich fettarm zu ernähren und auf Geschmacksverstärker zu verzichten, muss sich erst wieder an richtige Aromen gewöhnen. Mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen wird aber das einfachste Gemüsegericht super lecker. Die einzelnen Aromen deutlich herauszuschmecken ist eine meiner liebsten Beschätfigungen. Ein bisschen Kreativität und Liebe und man zaubert die köstlichsten gesunden Foodporns.

Kalorienkracher in gesunde Gerichte zu verwandeln ist übrigens gar nicht so schwer. Butter kann man durch Kokosöl oder Quark ersetzen, Weizenmehl durch Dinkel, Zucker durch Rohrzucker oder Süßungsmittel. Was ist dein ungesündestes Lieblingsgericht? Kannst du es dir in einer gesunden Alternative vorstellen? Wenn nicht, schreib mir doch einfach und ich überlege mir, wie ich dein Gericht gesund umwandeln kann.

Übrigens schmecken meinen Kollegen meine gesunden Kuchen, Fruchttaler und Nusscremes immer sehr gut. Auch denen, die immer wieder sagen: „Nee, das kann doch nicht schmecken.“

Das ist irgendwie so mainstream… 

Gesundes Essen ist tatsächlich ein Trend. Aber nur, weil etwas angesagt ist, verteufelt man es nicht. Smartphones sind auch mainstream- trotzdem hast du eins. Genauso wie Streaming-Portale. Wenn du dich von der Menge abheben willst, trag andere Klamotten, färb dir die Haare grün oder kauf dir ein ungewöhnliches Haustier. Aber schiebe deine Unlust nicht auf einen Trend, der in Wirklichkeit einfach nur Vernunft ist.

Das ist mir viel zu viel Aufwand. Worauf man da alles achten muss!

Eine Ernährungsumstellung als Zwang zu sehen ist der falsche Ansatz. Finde dich Schritt für Schritt mit deiner neuen Ernährungsweise zurecht. Step by Step: Fange beim Frühstück an. Ersetze das Weißbrot z.B. durch Overnight Oats. Baue in jede Mahlzeit Obst und Gemüse ein. Überlege, wo du Zucker einsparen kannst. Nimm dir gesunde Snacks mit ins Büro. Trink mehr Wasser. Mach dir deine neuen Gewohnheiten zu einem Sport. Trainiere deine Disziplin. Es ist nicht schlimm, wenn du mal ein Stück Kuchen vom Kollegen isst. Es macht dich nicht krank, wenn du hin und wieder Pommes isst. Sorge einfach dafür, dass die gesunden Entscheidungen die ungesunden Entscheidungen überwiegen.

Brauchst du weitere kleine Alltagstipps? Schreib mir eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar! Wie gesagt: Ich möchte dir gerne helfen, dass du dich besser fühlst.

Wie du siehst, gibt es keine Ausreden, wieso du dich weiterhin ungesund ernähren solltest. Streiche Ausreden aus deinem Denken und sag: „Ich schaffe das!“ Denn erst, wenn du es wirklich willst, schaffst du es auch, etwas in deinem Leben zu verändern. Eine gesunde Ernährung wird dein Leben bereichern. Tu es einfach!

Deine Geli

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