Gefangen im Mittagstief? So vermeidest du das Suppenkoma!

Es ist ein Uhr. Du kommst gerade aus der Kantine vom Essen. Du entsperrst deinen Bildschirm und willst wieder anfangen zu arbeiten. Womit fängst du an? Du gähnst herzhaft. Wieso bist du denn jetzt so müde? Deine Augen fallen immer wieder zu. Du kannst dich nicht konzentrieren. Dabei musst du deine Präsentation doch heute fertigstellen…

Oder hast du dir die Mittagspause heute mal wieder geklemmt? Immerhin wird der Stapel Arbeit auf deinem Schreibtisch immer höher statt niedriger. Also lieber nur schnell ein Butterbrot nebenbei. Irgendwie kannst du keinen klaren Gedanken fassen. Im Kopf schwirrt dir das Abendessen herum. Was wolltest du heute noch mal kochen? Die Liste hier muss abgearbeitet werden. Du gähnst. Warum sind deine Augen so schwer?

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Eine Mittagspause ist gesetzlich ab einer bestimmten Arbeitszeit vorgeschrieben. Das hat auch seinen guten Grund. Körper und Psyche sind nicht darauf ausgerichtet stundenlang ohne Unterbrechung konzentriert zu arbeiten. Du brauchst deine Pausen. Am besten spätestens alle 90 Minuten eine kurze. Aber die Mittagspause einzusparen, daran solltest du gar nicht erst denken. Gerade gegen Mittag befindet sich deine Biokurve in einem Tief. Du brauchst jetzt neue Energie, damit du die zweite Tageshälfte kraftvoll bewältigen kannst.

Wie du dich nach der Pause auch wirklich erfrischt und aufgetankt fühlst, habe ich heute ein paar Tipps für die perfekte Mittagspause für dich:

Nimm Abstand!

Berufsblindheit stellt sich meist ein, wenn man zu verbissen an einer Aufgabe arbeitet. Leg also in deiner Mittagspause die Arbeit zur Seite und versuch dich zu entspannen. Am besten verlässt du deinen Arbeitsplatz ganz und gehst in die Kantine oder eine Runde spazieren. So bekommst du einen freien Kopf und kannst deinen Akku neu aufladen. Dienstliche Gespräche am Mittagstisch finde ich übrigens ganz schön nervig. Wer zwischendurch auch mal an etwas anderes denkt, kann seine Gedanken nachher wieder besser bündeln.

Iss was!

Kopf und Körper brauchen jetzt wieder Kalorien, um weiter powern zu können. Dabei solltest du auf jeden Fall nicht einfach nur irgendetwas zu dir nehmen, sondern gezielt auf die Bedürfnisse deines Körpers achten. Am besten enthält dein Lunch alle Makronährstoffe und eine geballte Mischung an Vitaminen. Ein Mix aus komplexen Kohlenhydraten, magerem Protein, wenig gutem Fett und Salat oder Gemüse ist dabei besonders empfehlenswert. Iss lieber mehr Gemüse als Kohlenhydrate. Sonst ist dein Körper nach der Pause sehr stark mit der Verdauung beschäftigt. Der Blutzuckerspiegel sollte nicht in die Höhe schießen, sondern langsam ansteigen. So vermeidest du Heißhunger am Nachmittag und auch die zähe Müdigkeit nach der Mittagspause. Pommes Currywurst ist also das denkbar schlechteste Mittagessen. Dann lieber einen großen Salat mit Hähnchenbrust oder Ei, wenig Dressing und einem Vollkornbrötchen. Das sollte es auch in deiner Kantine geben. Wenn dir das zu langweilig ist, bereite dein Mittagessen doch einfach schon am Abend vorher zu und nimm es mit ins Büro. So gehst du auf jeden Fall sicher, dass du mit allem versorgt bist, was du brauchst. Du brauchst Ideen? Dann schau doch mal in unserer Rezeptsammlung nach. Als Nachtisch empfehle ich dir eine kleine Portion Obst, gerne auch mit Magerquark. Die bringt dir sofort einen Schub Energie für den Nachmittag.

Komm in Schwung!

Wenn du den ganzen Vormittag am Schreibtisch gesessen hast, ist es dringend Zeit für etwas Bewegung. Im Idealfall versorgst du deinen Kopf mit ordentlich Sauerstoff und machst einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Sollte dir das nicht möglich sein, nimm auf jeden Fall die Treppe, mach vielleicht noch einen Abstecher ins Materiallager oder absolviere ein paar Gymnastikübungen. Bewegung macht Körper und Geist fit und hilft Stresshormone abzubauen. Du wirst sehen, die Mittagsmüdigkeit bleibt aus und du schaffst deutlich mehr als vorher.

Trotzdem reif fürs Bett?

Es gibt Tage, da ist man einfach furchtbar müde. Nimm die Zeichen deines Körper wahr. Wenn du dich ausreichend bewegt hast und ordentlich gegessen hast und immer noch schlapp bist, hat das seine Gründe. Du kannst deinen Kreislauf mit einer Tasse Kaffe auf Schwung bringen. Grüner Tee hilft auch sehr gut, um das Mittagstief zu überbrücken. Eventuell bringt dir auch eine Hand voll Nüsse oder Studentenfutter zusätzliche Power. Bananen sind übrigens ebenfalls echtes Hirnfutter und können dir helfen deine Konzentration zurück zu erlangen. Jedenfalls solltest du versuchen deine Aufgaben deinem Biorhythmus so gut wie möglich anzupassen. Wenn du mittags erfahrungsgemäß nicht so konzentriert bist, erledige wichtige Aufgaben lieber morgens. Das hat auch noch den psychologischen Vorteil, dass du direkt mit einem guten Gefühl in den Tag startest, weil du nichts vor dich herschiebst. Der Nachmittag sollte dann für leichtere Aufgaben genutzt werden, bei denen du dich nicht so sehr konzentrieren musst.

Eventuell hilft es dir auch ein paar Minuten zu meditieren, um wieder ganz bei deiner Arbeit anzukommen und deinen Fokus neu zu setzen. Schließe die Augen, setze dich gerade hin. Atme dann tief ein und wieder aus. Konzentriere dich einige Minuten einfach nur auf deine Atmung und entdecke wie erfrischend es sein kann, sich einfach nur auf sich selbst zu konzentrieren.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Anregungen geben, wie du deine zweite Tageshälfte noch intensiver nutzen kannst. Kennst du das gut, das klebrige Mittagstief? Oder hast du noch ein paar Tricks auf Lager, wie man es umgehen kann? Dein Feedback ist mir wichtig!

Deine Geli

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